Session 1: ESG als Risikotreiber für das Finanzsystem – doch wie misst man das?
Dr. Julia Moertel ging der Frage nach „ESG als Risikotreiber für das Finanzsystem – doch wie misst man das?“. Nach einer Einführung in die Relevanz des Themas stellte Frau Moertel im Dialog mit Frau Ender vor, wie mit Hilfe von Klimastresstests ESG-Risiken bei Kreditinstituten gemessen werden können. Da ab 2022 die europäischen Aufsichtsbehörden die Durchführung eines Klimastresstests einfordern werden, lautet die Botschaft, dass sich Kreditinstitute mit dem Thema zeitnah auseinandersetzen und Lösungen implementieren sollten.
Session 2: Ein Blick in die Zukunft – was passiert, wenn die Märkte ESG-Kriterien (endlich) internalisieren?
Prof. Dr. Manuela Ender erörterte in ihrem Vortrag „Ein Blick in die Zukunft – was passiert, wenn die Märkte ESG-Kriterien (endlich) internalisieren?“, wieso und wodurch externe Kosten zu Lasten von Umwelt und Gesundheit entstehen. Im Tandem mit Frau Moertel wurden drei Ansätze vorgestellt, mit denen diese Kosten internalisiert werden können. Diese Lösungsansätze sind eine staatliche CO2-Steuer, der Handel mit Verschmutzungszertifikaten oder die Integration von Schattenpreisen in die operativen Aufwendungen, in die Investitionsrechnung und in die strategische Planung von finanziellen wie nicht-finanziellen Unternehmen.
