Herausforderungen im Risikomanagement und Meldewesen
Andererseits sind wir immer daran interessiert, softwareseitig Standardlösungen einzusetzen. Die werden von unseren bankspezifischen Vorsystemen mit Daten beliefert, sodass wir mit entsprechender Softwareunterstützung die regulatorischen Anforderungen handhaben können.
Im Bereich Personal müssen wir es natürlich schaffen, auch als kleine Bank als attraktiver Arbeitgeber gesehen zu werden. Dafür gibt es verschiedene Stell- schrauben. Sei es eine gute Homeoffice-Regelung, die eine gewisse Flexibilität bietet und die Vorteile von Homeoffice und Büro kombiniert.
Oder seien es Trainee-Programme, so wie wir sie seit einigen Jahren anbieten. Das heißt, wir stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt als Trainees für den Fachbereich ein, bilden sie dann aber auch noch in den angrenzenden Gebieten aus, um ihnen einen Gesamtblick auf die Bank zu vermitteln. So können sie speziell bei der AKA ein bisschen mehr über den Tellerrand hinausschauen, als das in den größeren Instituten mit eingeschränkten Arbeitsgebieten der Fall ist.
Und das, denke ich, macht es auch attraktiver, in einer kleinen Bank zu arbeiten. Man kann die vielfältigen Facetten des Exportfinanzierungsgeschäfts bei der AKA besser kennenlernen.
Es ist klar, dass die Aufsicht durch unser international geprägtes Geschäftsmodell im Rahmen der Exportfinanzierung immer ein „wachsames Auge“ auf die AKA hat. Aber wie gesagt, wir erhoffen uns eine Initiative für mehr Erleichterungen auch für kleinere Nicht-SNCI-Institute – um nicht von der vollen Regulatorik ungebührlich getroffen zu werden.
Sie sehen, es gibt genug zu tun im Risikocontrolling und im Meldewesen, und wir müssen schauen, dass das alles auch für Spezialkreditinstitute wie die AKA handhabbar bleibt.
Dem regulatorischen Wust an Unterlagen – wie zum Beispiel den EBA-Guidelines mit ihren vielen Seiten, den EZB-Leitlinien und Gesetzestexten usw. – kann ich mich mit KI-Lösungen oder neuen Technologien einfach besser nähern und sie mir zusammenfassen lassen.
Eine Lösung zum anschließenden Abgleich mit den internen Governance-Dokumenten und das Aufzeigen von Regelungslücken wären eine echte Erleichterung in der Risikosteuerung der AKA. Solche Themen verbinde ich mit dem potenziellen Einsatz von neuen Technologien in meinem Arbeitsbereich.
Im Bereich Sprache ist die Übersetzung von offiziellen Texten natürlich immer schwierig. Man merkt es ja sogar bei offiziellen Übersetzungen. Auch da sind regulatorische Begriffe nicht immer eindeutig übersetzt oder führen zu Missverständnissen. Hier muss man ganz genau hinschauen beziehungsweise die eingesetzte Lösung entsprechend trainieren.
Sie sehen, im Risikomanagement und im Meldewesen wird der Mensch nicht durch KI ersetzt werden. Aber eine deutliche Arbeitserleichterung kann die Technologie schon bringen.
